Selber denken, Gehen, Loslassen: Leseempfehlungen aus dem BücherGespräch

303Das nächste BücherGespräch im Reha-Zentrum Utersum ist am 25.9. um 19 Uhr in der PatientInnenbibliothek .

Ich werde wieder Bücher mitbringen, die ich empfehlen kann, darunter das leere Buch von Leuchtturm mit den Punkten, das es in vielen bunten Farben gibt und das deswegen so gut ist, weil man es selbst schreibt. Es macht also das, was Literatur und Ratgeber für herausgeforderte Lebenslagen im besten Fall tun: Freiraum im Kopf.  

Ähnlich ist es mit dem wundervollen Buch von Robert Macfarlane: The Old Ways. Macfarlanes Leidenschaft ist das Gehen und die Zusammenhänge zwischen Gehen und Denken und Fühlen. Wenn wir wissen, dass Denkbewegungen und Erzählungen immer das Motiv des Weges, der Suchwanderung, des Erfahrungsweges haben, dann wird es spannend und vergnüglich, dem Autor auf seinen weiten Wanderwegen in englische Landschaft und englische Literatur zu  folgen: Denken in Bewegung.

Außerdem habe ich ein etwas älteres Buch aus dem Gräfe und Unzer Verlag wieder ausgegraben, das mit der Zeit eher besser geworden ist: Karin Lindinger: Lass los und… gewinne! Wie Sie falsche Vorstellungen aufgeben und reich dafür belohnt werden. Anders als der Titel suggeriert, ist das kein Lotto-Tippsystem, sondern ein ganz praktischer, buddhistisch inspirierter Ratgeber zu Zusammenhängen zwischen: Glück und Wünschen, Erfolg und Anspruch, Zeit und Tempo, Kreativität und Unterhaltung, Gesundheit und Komfort, Freiheit und Konsum, Schein und Sein, Sinn und Ego. Der Zusammenhang ist immer der gleiche: mehr vom ersteren gibt’s  durch Loslassen des Letzteren.  Wir sind so sehr darauf getrimmt, Probleme durch Handeln zu lösen, dass es sehr entspannend sein kann, sich klar zu machen, dass Loslassen, also weniger bis Nichts tun, ebenfalls eine ganz lösungsträchtige Handlung sein kann: Lösen durch Loslassen.

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Ein Gedanke zu „Selber denken, Gehen, Loslassen: Leseempfehlungen aus dem BücherGespräch

  1. Liebe Frau Fuchs, ich werde erstmals versuchen die vielen ungelesenen Bücher mir vorzunehmen. Auf meiner Indienreise habe ich täglich meine Erlebnisse in einem Leuchtturmbuch festgehalten. Es war so selbstverständlich.Ich fühlte mich so total gut: einfach zu sein,mit den Menschen am Dorfbrunnen Wasser zu holen, den Webern zuzuschauen, zu malen. So gut, den Alltag mal hinter sich zu lassen. L.G. A. RJ.

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